Set & Setting: Vor dem Trip

psychedelic mushroom trip set and setting, psilocybin truffles and mushrooms macrodosing, provithor

Das Wichtigste auf einen Blick:

1. Zauberpilze, oder Trüffel

Wenn ein Trip geplant ist, bringt dies die Frage mit sich, ob man lieber Pilze oder Trüffel nehmen möchte. Wer Hilfe mit der Entscheidung braucht, findet bei uns einen extra Artikel zu dem Thema.

Die richtige Dosierung hilft dabei, das Ausmass der Erfahrung zu bestimmen.

TrüffelPilze
Kleiner Trip3-5g1-1.5g
Mittlerer Trip5-10g1.5-3g
Heroischer Trip10-20g3-5g
Mikrodosis 1g0.1-0.2g

Der körperliche Zustand bestimmt die Kraft der Wirkung mit.
Achten Sie besonders auf:

  • Körpergewicht
  • Welche anderen Stimulanzien du nimmst (Medikamente, Nikotin, etc.)
  • Die eigene Empfindsamkeit
  • Wie voll oder leer der Magen ist, besonders fettiges Essen
  • Wie intensiv die Reise werden soll
  • Deine Erfahrung

Nüchternheit und ein leerer Magen sind im allgemeinen die beste Entscheidung.

Abschliessend sollte man sich im Klaren sein, dass es Krankheitsbilder und Psychopharmaka gibt, die nicht leichtfertig mit Psychedelika kombiniert werden sollten.
Im Zweifelsfalle sollte man also vorher mit einem Arzt sprechen, oder sogar eine geführte Erfahrung in Betracht ziehen.

2. Ein sicherer Ort

Eine sichere Umgebung ist für psychedelische Erfahrung ein absolutes Muss. Die Umgebung sollte technisch sicher sein (also keine Abgründe, Glasscherben, oder Autobahnen), aber auch sozial sicher.

Kannst du in deiner Umgebung laut lachen, ohne die Nachbarn zu wecken? Kannst du den Menschen in deiner Umgebung vertrauen, bzw. hast genug Abstand? Falls nicht, such nach einer Alternative.

Ob man drinnen oder draussen sein möchte, ist jedem selbst überlassen. Geschlossene Räume haben den Vorteil, dass sie leicht zu kontrollieren sind. Das macht sie zu einer einfachen Wahl für eine gänzlich nach innen gerichtete Erfahrung.

Die Aussenwelt ist weniger leicht zu kontrollieren, kann aber ungleich viel stimulierender sein. Besonders in der freien Natur kann man, wie jeder erfahrene Pilzfreund weiss, die besten Trips von allen haben.

Dies erfordert manchmal etwas Extravorbereitung, wie zum Beispiel eine Jacke, eine Picknickdecke, Schatten und eine Lösung für das Insektenproblem. Moskitos sind schon nervig genug ohne erhöhte Sinneswahrnehmung.

3. Freizeit

Und das bedeutet, wirklich frei.

Man sollte seinen Tag so planen, dass man mindestens 6 Stunden für sich hat und idealerweise, nichts wichtiges hinterher zu tun.

Das Handy sollte ausgeschaltet oder im Flugmodus sein, sonstige Ablenkungen nicht vorhanden und Mitbewohner und Familie entweder abwesend oder informiert, dass man Ruhe braucht.

Die allermeisten wollen sich nach der Erfahrung nur noch entspannen. Es ist deswegen ratsam, sie nirgends anzugehen wo man sich hinterher noch mit Strassenverkehr beschäftigen muss.

4. Nüchternheit

Vor dem Antritt einer psychedelischen Reise gehört ein bisschen Abstinenz einfach dazu.

So spassig sie auch sind, manche Handlungen können Trips stark negativ beeinflussen.

24h vor dem Trip ist dringend zu vermeiden:

  • Alkohol und exzessives Rauchen
  • andere stark bewusstseinsverändernde Substanzen
  • Fisch oder Meeresfrüchte
  • Krank sein (Wenn du krank bist, verschieb den Trip!)
  • Überstimulation (z.B. ein 12h Netflixmarathon vor dem Trip)

Am besten soweit wie möglich vermeiden:

  • Essen, vor allem Junk Food
  • Koffein
  • elektronische Unterhaltung
  • starke, negative Emotionen (z.B. nicht erst mit dem Partner streiten und dann trippen)
  • Exzessives Parfüm / Deodorant / After Shave / Knoblauch essen / alte Klamotten
  • kratzige/enge Kleidunge

Vieles was uns im Alltag kaum stört, kann im Zustand erhöhter Empfindsamkeit plötzlich super nervig sein. Vor allem künstliche Aromen und selbst Duftkerzen können einem schnell zu viel werden und auch der Lieblingssong wird eine echte Plage wenn man 6h intensiv nur noch daran denken kann.

5. Perspektive

Was tun, wenn nicht alles super läuft?
Für diesen Fall macht man sich am besten 2 Dinge klar:

1. Vorwärts heisst durch, Widerstand führt zu Leid.

Manche Menschen erleben das Gefühl „Oh nein, da will ich nicht hin. Das bin nicht ich.“

Dies ist der Moment sich daran zu erinnern, dass alles was auf einem Trip passiert, von innen kommt. Sich dem zu stellen was das Unterbewusstsein enthält, kann einen nur stärker machen.

2. Nach 6h ist alles vorbei.

Es hat noch niemand geschafft, auf einem Psilocybintrip hängen zu bleiben.
Dies ist eine häufige Sorge vor dem Antritt einer Reise, dabei wurde das Problem noch nie im Zusammenhang mit natürlichen, psilocybinhaltigen Pilzen oder Trüffeln dokumentiert.

Die Erfahrung ist temporär und hinterlässt nur die Erinnerung. Dies kann eine rein glückliche Erfahrung sein, oder auch eine herausfordernde, die dir aufzeigt, wer du bist und was dich zurückhält.

6. Disziplin

Hier geht es um die Frage, welche anhaltenden Effekte du von deiner Efahrung erwarten kannst.

Nach einer lebensverändernden Erfahrung ist der erste Impuls, der ganzen Welt davon zu erzählen.

Um aber langfristig etwas davon zu haben, solltest du aber vor allem dir selbst immer wieder vor Augen führen, was du erlebt hast.
Dies nennt man „Integration“: Neue Erkenntnisse praktisch in die Tag umsetzen.

Dafür gibt es viele Wege. Manchen Menschen hilft das führen eines Journals/Tagebuchs, kreativer Ausdruck, oder auch einfach intensives Rekapitulieren vor dem schlafengehen.
Wer noch tiefer gehen will, kann sich auch einen Coach an bord holen, der sich mit Psychedelika auskennt.

Manche suchen auch bloss eine kurzfristige und interessante, neue Erfahrung – auch das können Pilze und Trüffel liefern.

Wer aber ausser einer netten Erinnerung noch mehr aus seinem Trip herausholen möchte, tut gut daran, so viel Aufmerksamkeit wie möglich darin zu investieren, das im erhöhten Bewusstseinszustand Erlernte im Alltag umzusetzen.

Weiterlesen

Die Grundlagen der psychedelischen Dosis

Coming soon!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.