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Frage zur Dosis

Hallo Lilli

Habe eine Frage zur Mikrodosierung. Nehme seit zwei Wochen jeden Tag zwischen 1-1,5g Trüffel. Außer dass meine Träume sich verändert haben, spüre ich leider keine positive Wirkung in Bezug auf Antrieb, Kreativität und dergleichen… Im Gegenteil, stelle eher eine vermehrte Zurückgezogenheit und depressive Verstimmung fest. Hast du schon von solchen Erfahrungsberichten gelesen? Sollte ich die Dosis leicht steigern?

Liebe Grüsse

2 Gedanken zu „Frage zur Dosis

  1. Hallo …!

    Ich bin der Partner von Lilli und beschäftige mich schon sehr lange mit dem Thema und so bat Lilli mich, Dir auf Deine Fragen zu antworten.

    Du schreibst, daß Deine Träume sich verändert haben und indirekt stellst Du es als positive Wirkung dar. Das ist auch so und vielleicht wichtiger, als es Dir bewußt ist und vielleicht ist Deine Stimmung tagsüber deswegen so gedrückt, damit Dir das bewußt wird, wie wichtig mehr Aufmerksamkeit für Deine Träume ist.

    Für eine therapeutische Unterstützung wäre wichtig zu erfahren, wie Deine Träume sich verändert haben, worüber Du träumst und inwiefern Deine Träume auf die Probleme hinweisen, die Du lösen musst, damit es Dir wieder besser gehen kann. Bei der Selbst-Therapie solltest Du Dir diese Fragen selber stellen.

    Oberflächlich würde die einfach Antwort lauten, daß Du WENIGER nehmen sollst. Eine Portion verteilt pro Tag oder nur die Hälfte jeden Tag, oder sogar nur jeden zweiten Tag.

    Die Entwicklung/Heilung würde sich verlangsamen, aber nicht auf Deine Stimmung schlagen und sie natürlich auch nicht innerhalb von nur wenigen Wochen zum Positiven wenden.

    Ich habe mit einigen Leuten kommuniziert, die 1-3 Wochen nach dem Anfang der Mikrodosierung diese stark reduziert oder abgebrochen haben, weil sie keine Heilung “jetzt und gleich” angehen wollten, da es bedeuten hätte, sich dafür Zeit zu nehmen und den Traumata Aufmerksamkeit zu schenken. Je nach Lebenssituation scheint das manchen nicht wünschenswert.

    Mein Ansatz ist ein anderer, ich denke, die eigene Heilung und das eigene Wohlbefinden stehen im Mittelpunkt des eigenen Lebens und man kann seine Lebenssituation nur ändern, wenn man diesen Herausforderungen nicht ausweicht.

    Folglich könnte es tatsächlich vorteilhaft sein, wenn Du eine Portion am Abend nimmst, um den maximalen Effekt auf Deine Träume zu erzielen und die “bedrückende Tageswirkung” damit zu vermeiden. Du wärest dann eine “Nacht-Mikrodosiererin”.

    Wenn Du Dir Zeit für Deine Heilung nehmen kannst, kannst Du auch bis zu 3 Portionen am Tag nehmen, eine morgens, eine mittags, eine Abends; das ist sozusagen die maximale Mikrodosis.

    Wenn Du Dich dann beobachten kannst und Dich nicht mit Arbeit oder Verpflichtungen abzugeben brauchst, findest Du am schnellsten heraus, welche (Kindheits-)Probleme in Deinem Unterbewußtsein ihr Unwesen treiben und wie Du sie eliminieren kannst.

    Du brauchst auch keinen Therapeuten dafür, es reicht, wenn Du Dir die Zeit nimmst und Deine Gefühle und Gedanken und Träume beobachtest und – ohne Dich zu stressen – Lösungen suchst, angehst und durch die Mikrodosierung schnell spürst, ob sie tatsächliche Lösungen sind oder nichts bringen, so daß Du neue Ideen ausprobierst, bis Du die richtige findest.

    Sicherlich kannst Du mich auch gerne wieder fragen, solange Du mich nicht als Therapeuten oder Arzt siehst, der ich nicht bin. Ich gebe Menschen bloß Hinweise, wie sie verschiedene Vorgänge im Zusammenhang mit Zaubertrüffeln begreifen können. Ob sie das tun und was sie für sich daraus machen, das ist ihre Sache.

    Also, kurz zusammengefasst: wenn Du Dich zur Zeit aufgrund Deiner Lebenssituation eher weniger mit Deiner Kindheit und Deinen psychischen Wunden beschäftigen willst, empfehle ich, nur abends eine Portion zu essen und Deine Aufmerksamkeit auf die bislang für Dich einzige positive Wirkung zu lenken und zwar auf Deine Träume und welche Gefühle und Gedanken sie in Dir wecken. Und traue Dich, diese Gedanken zu Ende zu denken!

    Wenn auch schon die Träume “zuviel” Aufmerksamkeit erfordern sollten, dann reduziere Deine Dosis auf 1/2 Portion morgens und lass der Sache viel Zeit. Mindestens Monate und dann schaue im Rückblick, wie Dein Leben sich in der Zeit verändert hat.

    Solltest Du Dir die Zeit nehmen können, Deine Selbst-Heilung frontal anzugehen und dem Deine volle Aufmerksamkeit widmen wollen, dann steigere die Dosis auf 3 Portionen am Tag und lenke Dich nicht mit “externen Verpflichtungen” ab, sondern sieh es als “Kur”, als Wochen oder Monate lang dauernde Therapie mit dem Ziel, alte seelische Wunden zu finden und dann zu heilen.

    Und, natürlich, auch das: wenn Du meinst, es ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, mit der Mikrodosierung weiter zu machen, dann mache eine Pause.

    Eine Pause kann helfen, die positiven Wirkungen zu sehen, die da waren, aber man sie nicht wahrnehmen konnte. Sie kann einem das Gefühl geben, einen geeigneten Zeitpunkt erfühlen zu wollen, wann man wieder anfangen sollte. Die Mikrodosierung ist kein Mendikament und es wird nichts verschrieben, es geht um ein natürichen Organismus, der Menschen auf mannigfaltige Weise helfen kann, ohne Stress, Nebenwirkungen und “durch sich selber” – also ohne die Notwendigkeit von Therapeuten.

    ABER: es kann durchaus sein, daß Probleme zu Tage befördert werden, die therapeutische Hilfe sinnvoll machen und sicherlich können Therapeuten ihre Therapien mit Thortrüffel unterstützen und verbessern.

    Liebe Grüße

    David

    1. Hallo David

      Habe immer schon sehr viel in meinen Träumen verarbeitet. Diese waren jedoch bis vor kurzem von sehr destruktiver Natur und ich erwachte oft schweissgebadet und völlig fertig davon.

      Durch die Trüffel haben sich diese verändert, sie sind weicher geworden und vor allem lösungsorientierter, klärender. Es fühlt sich meistens so an, als ob ich in einem Kokon einschlafe. Ich erwache nicht mehr so geschafft, jedoch spüre ich morgens schon, dass ich im Traum irgendwie gearbeitet habe an meiner Geschichte. Ich bin eher die Beobachtende geworden in meinen Träumen. Es fühlt sich so an, als ob mich jemand an der Hand nehmen würde und behutsam zu einzelnen Sequenzen meiner Vergangenheit führt.

      Ich werde deinen Rat ausprobieren und morgens denke ich, eine halbe Portion nehmen und es Abends mal mit einer ganzen versuchen. Allenfalls werde ich die Dosierung nach unten anpassen, damit die Stimmung tagsüber vielleicht etwas besser wird.

      Heilung ist immer mit “Arbeit” verbunden. Es scheint mir jedoch die Nachhaltigste Art zu sein, mit Thortrüffeln zu arbeiten, die ich bis jetzt erfahren durfte.
      Liebe Grüße

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