Image of an inflamed human body on orange background. Title: Compating Inflammation with psychedelic fungi

Bekämpfung von Entzündungen mit psychedelischen Pilzen

Pilocybin, ein natürlich vorkommender psychedelischer Wirkstoff, der in Zauberpilzen vorkommt, hat wegen seines potenziellen therapeutischen Nutzens bei chronischen Entzündungskrankheiten an Aufmerksamkeit gewonnen.

Immer mehr Studien werden durchgeführt, um zu verstehen, wie Psilocybin die Symptome psychischer Störungen wie Angst, Depression, Zwangsstörungen und Sucht lindern kann. Magic Mushrooms sind eine Quelle von 5-HT2A-Rezeptor-Agonisten, die sich als vielversprechende neue Behandlungsmöglichkeiten für eine Vielzahl von Erkrankungen im Zusammenhang mit Entzündungen erwiesen haben. In diesem Artikel gehen wir näher auf dieses Thema ein.

Was sind 5-HT2A-Rezeptor-Agonisten?

Der 5-HT2A-Rezeptor ist ein Protein, das durch das HTR2A-Gen kodiert wird. Es handelt sich um einen Subtyp des Serotoninrezeptors, der vor allem im zentralen Nervensystem zu finden ist, insbesondere im Kortex, im Hippocampus und im Thalamus. Serotonin ist ein Neurotransmitter, der bei verschiedenen physiologischen Prozessen wie der Stimmungsregulierung, der Kognition und der Wahrnehmung eine Rolle spielt.

Die bekanntesten 5-HT2A-Rezeptor-Agonisten sind psychedelische Substanzen wie LSD, Psilocybin und DMT. Diese Stoffe kommen natürlich in einigen Pflanzen und Pilzen vor (z. B. Zauberpilze und Zaubertrüffel) oder im Labor synthetisiert (LSD).

Es gibt auch einige Arzneimittel, die als 5-HT2A-Rezeptor-Agonisten wirken, darunter einige atypische Antipsychotika wie Clozapin und Risperidon und einige Antidepressiva wie Trazodon und Nefazodon.

Es stellt sich heraus, dass 5-HT2A-Rezeptor-Agonisten eine überraschende Wirkung als entzündungshemmende Mittel haben. Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass Psilocybin als entzündungshemmendes Mittel fungieren kann, was eine neue und aufregende Behandlungsstrategie für entzündliche Erkrankungen darstellt, die sowohl den Geist als auch den Körper betreffen.

Rezente Studien haben gezeigt, dass Psilocybin-Pilze und andere 5-HT2A-Rezeptor-Agonisten neben der Stimulierung der Neuroplastizität auch die Entzündung bei Mäusen mit Colitis, einer Art entzündlicher Darmerkrankung, reduzieren. Psilocybin reduzierte auch Entzündungen und oxidativen Stress im Gehirn von Ratten mit traumatischen Hirnverletzungen. Nach den ersten vielversprechenden Forschungen werden wir hoffentlich neue Behandlungen auf Psilocybin-Basis zur Bekämpfung von Entzündungskrankheiten sehen, darunter:

  • rheumatoide Arthritis
  • Kolitis
  • Neuroinflammation
  • chronischer Schmerz
  • Entzündliche Darmerkrankungen
  • Multiple Sklerose

Während weitere Forschungen erforderlich sind, um die entzündungshemmenden Wirkungen psychedelischer Pilze vollständig zu verstehen, wurde auch vorgeschlagen, dass die entzündungshemmenden Eigenschaften von Psilocybin mit seiner Fähigkeit zusammenhängen könnten, die Produktion von entzündungsfördernden Zytokinen zu modulieren. Zytokine sind kleine Proteine, die eine wichtige Rolle bei der Kommunikation innerhalb des Immunsystems spielen. Zytokine können je nach ihrer spezifischen Funktion entweder entzündungsfördernd oder entzündungshemmend wirken. Entzündungsfördernde Zytokine sind an der Förderung von Entzündungen und der Aktivierung von Immunzellen zur Bekämpfung von Infektionen oder anderen Bedrohungen für den Körper beteiligt, während entzündungshemmende Zytokine dazu beitragen, Entzündungen zu beheben und übermäßige Immunreaktionen zu verhindern, die gesundes Gewebe schädigen können.

Wie wirkt Psilocybin entzündungshemmend?

Entzündungen sind eine natürliche Reaktion des Immunsystems auf Verletzungen, Infektionen oder andere Formen von Stress für den Körper. Wenn Entzündungen chronisch werden, können sie zur Entwicklung einer Reihe von Gesundheitsproblemen beitragen, darunter Autoimmunerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar bestimmte Krebsarten. Hier können psychedelische Pilze helfen.

Studien haben die Mechanismen erforscht, durch die 5-HT2A-Agonisten ihre entzündungshemmende Wirkung entfalten. Ein möglicher Mechanismus ist die Aktivierung des Sigma-1-Rezeptors, der sich in verschiedenen Tiermodellen als entzündungshemmend erwiesen hat. Ein weiterer vorgeschlagener Mechanismus ist die Aktivierung des Nuklearfaktor-Kappa-B-Signalwegs (NF-kB), der eine entscheidende Rolle bei der Immunantwort und bei Entzündungen spielt.

Neben Psilocybin haben auch andere Verbindungen, die in psychedelischen Pilzen vorkommen, wie Ergothionein und Hericenone, nachweislich entzündungshemmende Eigenschaften. Ergothionein zum Beispiel hat sich in vitro als entzündungshemmend in menschlichen Zellen erwiesen, während Hericenone bei Mäusen mit Colitis nachweislich entzündungshemmend wirken.

Wirkt es?

Während die wissenschaftliche Forschung immer noch darum kämpft, alle Mechanismen hinter den Psychedelika zu verstehen, gibt es gleichzeitig eine Menge anekdotischer Beweise.

In den letzten Jahren häufen sich in Online-Foren wie Reddit die Berichte von Menschen, die den Nutzen von Magic Mushrooms bei entzündlichen Erkrankungen entdecken. Vor allem die Gewohnheit des Microdosing zeigt erstaunliche Vorteile, die noch vollständig erforscht und erklärt werden müssen.

Die Hypothese, dass die regelmäßige Einnahme von entzündungshemmenden Substanzen dazu beitragen kann, die Entzündungswerte im Laufe der Zeit zu senken und einen gesünderen Zustand der Homöostase für den Körper zu gewährleisten, ist jedoch sinnvoll.

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